"Re-Bop" lassen die Ära des Bebop aufleben

von Ralf Recklies
Auszug aus LKZ vom 07.12.2010

Die in Österreich geborene und heute in Stuttgart lebende Jazzsängerin Anne Czichowsky hat es sich gemeinsam mit Jennifer Rüth und Wolf-Dieter Rahn als "Re-Bop" zur Aufgabe gemacht, die von Lambert, Hendricks & Ross bearbeiteten Stücke neu zu interpretieren. Aus purem Spaß, aber auch, um das geniale Schaffen von Lambert, Hendricks & Ross während der Bebop-Ära nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Zuletzt waren Czichowsky, Rüth und Rahn zusammen mit den drei Instrumentalisten Peter Gromer (Flügel), Axel Kühn (Bass) und Marcel Gustke (Schlagzeug) in der Mensa des Rutesheimer Gymnasiums zu erleben. ....

Bevor die Bühne "Re-Bop" gehörte, gaben Schüler eine Kostprobe ihres Könnens. Denn schon am Tag vor dem Konzert hatten die beiden "Re-Bop"-Sängerinnen Anne Czichowsky und Jennifer Rüth den musikalischen Nachwuchs des Gymnasiums im Jazzgesang unterrichtet. Und das Ergebnis konnte sich hören lassen. Rosanna Bolay , Anja Hübner und Jacqueline Engelhardt überraschten die Zuhörer mit gelungenen Solodarbietungen. ...

Mühelos haben die sechs leidenschaftlichen Jazzmusiker das Publikum mit ihren Darbietungen be- und verzaubert. Dabei war es nicht allein die gelungene Interpretation der Kompositionen wie "Night In Tunesia" (Dizzy Gilespie), "In A Mellow Tone" (Duke Ellington) oder "Swinging Till The Girls Come Home" (Oscar Pettiford) die das Publikum begeisterte. Auch die mitunter komödiantische Note, die Czichowsky, Rüth und Rahn einigen Stücken wie dem zu Beginn gespielten "Bijou" oder dem Gospel "Moanin" verliehen, wirkte zu keiner Zeit aufgesetzt.
Wären allein die Gesangsdarbietungen schon den Konzertbesuch wert gewesen, so wurde die Veranstaltung mit der instrumentalen Unterstützung von Gromer, Kühn und Gustke zu einem echten Ohrenschmaus. Ganz gleich ob Axel Kühn mit seinen furiosen Bassläufen Akzente setzte, ob Peter Gromer mit seinem fein akzentuierten Pianospiel die bekannten Themen erfrischend variierte oder Marcel Gustke am Schlagwerk für die perfekte Dynamik sorgte: Das Konzert war ein Erlebnis, auch wegen der zum Abschluss gespielten jazzigen Weihnachtsweisen.

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