Der Förderverein des Gymnasiums Rutesheim lud zu einem Event besonderer Art ein

„Sie werden nachher von sich selbst begeistert sein“, hatte Gedächtnistrainer Markus Hofmann angekündigt. Er sollte Recht behalten. Am Donnerstag, 12.03.2015 und Freitag, 13.03.2015 war Gedächtnistrainer Markus Hofmann der Einladung der Fördervereinsvorsitzenden Katja Irrgang in die Mensa der Aula des Schulzentrums gefolgt. Er spornte in vier Vorstellungen rund 1400 Menschen zu Gedächtnishöchstleistungen an. An den beiden Vormittagen zeigt er den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Lern- und Merktechniken, am Donnerstagabend kam auch die Öffentlichkeit in den Genuss.

Der rote Vorhang der Bühne ist die 13, das Klavier die 15, die Fensterfront die 19 und das Plastikgehirn auf dem Tisch die 20. Zuvor hatte der Gedächtnistrainer das Publikum schon von Kopf bis Fuß durchnummeriert. Er verknüpft Schlüsselbegriffe mit Raumgegenständen und verankert sie in mentalen Briefkästen. Innerhalb kurzer Zeit bringt er mit ausgefeilten Mnemo-Techniken erstaunliche Informationsmengen in die Köpfe. Das Geheimnis dabei: rationelle Informationen in emotionale, also in Bilder, umzuwandeln. Je merkwürdiger, grotesker und übertriebener die entworfenen Bilder seien, desto größer sei die Chance Informationen langfristig im Gehirn abzuspeichern. „Denken Sie kindlich“, gab Markus Hofmann immer wieder mit auf den Weg. Dieser Trick hilft, die linke und rechte Gehirnhälfte besser zu vernetzen, die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

So stellte er jedem die Christusstatue von Rio de Janeiro auf die Füße, lässt das römische Kolosseum in den Kniescheiben rotieren und führt die Chinesische Mauer am Gesäß entlang. So wird jedes Körperteil zum mentalen Briefkasten und am Schluss ist alles im Kopf verankert. Die Besucher waren nach zwei Stunden in Hochform: sie hatten sich die sieben Weltwunder gemerkt, konnten alle Bundespräsidenten in der richtigen Reihenfolge nennen, sich lange Zahlenreihen merken, sich Namen und Gesichter fremder Personen einprägen, ja sogar auf thailändisch zählen. “Was ich mir alles merken kann, das hätte ich mir nicht zugetraut“, meinte ein begeisterter Schüler der neunten Klasse.

Die meisten Zuhörer werden diesen spektakulären Auftritt so schnell nicht vergessen. Markus Hofmann zeigte mit seinem sehr humorvollen Vortrag, in den er das Publikum immer wieder mit einbezog, dass Lernen Spaß machen kann.

Susanne Schwahn
Abteilungsleiterin Öffentlichkeitsarbeit

 

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