Hand in Hand für mehr Akzeptanz: Toleranzwochen der Stiphtung Christoph Sonntag zu Gast in Rutesheim

Gerade in der Zeit des Heranwachsens und in der Pubertät sehen sich Jugendliche damit konfrontiert, Ansichten und Meinungen zu entwickeln, die eigene Haltung zu behaupten, aber auch die Grenzen des anderen zu achten. Um die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Realschule Rutesheim dahingehend zu sensibilisieren, fanden vom 13. bis zum 17.11. am Schulzentrum die Toleranzwochen der Stiphtung Christoph Sonntag statt und ermöglichten es einzelnen Klassen, zu reflektieren, wie Toleranz im Alltag ganz praktisch gelebt werden kann.

Die Toleranzwochen der Stiphtung Christoph Sonntag in Kooperation mit der Porsche AG und der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg werden durch ein Team von über 20 qualifizierten Mitarbeitern aus dem Bereich Tanz, Theater und Schauspiel durchgeführt, die die Jugendlichen in ganztägigen Workshops dazu anregen, über den eigenen Toleranzbegriff nachzudenken. Dabei wird klar: Toleranz beschreibt nicht nur, wie ich den anderen sehe, sondern in erster Linie auch, wie ich mich sehe. Wer tolerant sein will, muss zuerst sich selbst mit seinen Eigenheiten akzeptieren können.
Zum Einsatz kamen abwechslungsreiche und handlungsorientierte Bildungsmethoden. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten an verschiedenen Lernstationen über Selbst- und Fremdwahrnehmung, Vorurteile und Vorbilder, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, über Zivilcourage und über die Grenzen von Toleranz, wenn es zu Diskriminierung, Fremdenhass und Gewalt gegen Minderheiten kommt. Im zweiten Teil des Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie Toleranz sprichwörtlich „bewegt“: Mit professionellen Bewegungspädagogen setzten sie sich mit Körperausdruck und Körpererfahrung auseinander, denn „Toleranz, Akzeptanz oder Ablehnung drücken sich immer auch durch Körpersprache wie Mimik, Gestik, Körperhaltung und Bewegung aus. In der Körpersprache können wir uns nicht verstellen, sie wird unmittelbar verstanden“, so eine Mitarbeiterin der Stiftung. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen zeigten sich begeistert, aber auch nachdenklich: „Es hat großen Spaß gemacht im Team zu arbeiten, wir haben gelernt, uns zu vertrauen. Die Workshops haben mir gezeigt, dass Toleranz und Intoleranz sehr viel früher anfangen als ich gedacht habe.“
In einem offiziellen Pressetermin am 16.11.2017 wurden die Schülerinnen und Schüler, Presse und Partner durch Christoph Sonntag und Bürgermeister Dieter Hofmann begrüßt, der den Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an diesem bereichernden Workshop ermöglichte und seine Zuhörer noch einmal daran erinnerte, dass in einer „Ellenbogengesellschaft, in der jeder nur an sich selbst denkt“, der tolerante Umgang mit anderen Lebensentwürfen und anderen Meinungen eine Sache von uns allen und Basis für friedliches Zusammenleben sei.

Carolin Reichel
Rektoratsassistentin

2017 11 14 toleranztage hp008 

2017 11 17 toleranztage pressekonferenz hp002
v.l.n.r.: Tamara Rumpelt, Stephan Wensauer, Christoph Sonntag, Dieter Hofmann, Jürgen Schwarz, 
Susanne Schwahn

Weitere Bilder der Toleranzwoche finden Sie in den Impressionen. 

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