Tratsch, Weibergeschrei, Eifersüchteleien und wild gewordene Fischer: Mit dem Stück „Krach in Chiozza“ präsentierte die Theater AG des Gymnasiums Rutesheim am 7. und 8. Juli ein Meisterstück ihres Könnens. Die Komödie, geschrieben und uraufgeführt im Jahre 1762, ist eines der berühmtesten Stücke des italienischen Dichters Carlo Goldoni und bildet die Grundlage für das Theaterspiel.

Herr Oczko (Leiter der Theater AG) und alle Interessenten trafen sich am Schuljahresbeginn zu einer Vorbesprechung der Theater-AG, bei welcher dann zunächst einmal – anders als in den vorherigen Jahren – direkt das Stück „Krach in Chiozza“ von Carlo Goldoni vorgestellt und auch schon erste Eindrücke gesammelt wurden. In dieser Runde fanden sich sowohl alte Theaterhaudegen, als auch viele neue Gesichter wieder. Wenige Tage später erreichte uns Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 9 bis J2 dann die erste Mail von der Regie, mit der Bitte, sich das angehängte Script anzusehen und bereits erste Gedanken bezüglich der eigenen Rollenwünsche zu machen. Unmittelbar darauf trafen wir uns erneut, um gemeinsam die ersten vier Szenen des Stücks zu lesen. So wurden nun schon die ersten, neuen Kontakte innerhalb unserer Gruppe geknüpft und wir hatten schon eine grobe Idee, welche Rollen zu wem passen könnten. Dies klärte sich schließlich nur eine Woche später am Casting-Nachmittag. Nachdem jeder zwei Rollenwünsche abgegeben hat, wurden vorher festgelegte Szenen mit immer wieder anderer Rollenverteilung vorgetragen. Im Anschluss daran, stimmten die nicht dafür Vorspielenden für ihren jeweiligen Favoriten ab – und die Rolle wurde dementsprechend mit dem in unseren Augen geeignetsten besetzt. Glücklicherweise lief das Casting so reibungslos ab, dass fast jeder auch eine seiner favorisierten Rollen erhalten hat und nur wenige auf die eine oder andere Rolle verzichten mussten. Einhergehend mit der Rollenverteilung erhielten wir auch die ersten Probetermine, wobei jeder nur dann anwesend sein muss, wenn sein Charakter auch einen Einsatz hat. Wer trotzdem mit dabei war, auch wenn er vielleicht nur auf den probenden Freund gewartet hat, musste sich trotzdem nicht langweilen: Sehr schnell fanden wir uns selbst im Stück wieder, konnten für ein bis zwei Stunden gedanklich ins sommerliche Chiozza ausschweifen und mussten mitunter sehr oft gemeinsam lachen, ob wegen eines Textversprechers, einer etwas überspitzten Darstellungsweise, oder auch der manchmal überraschend großen Emotionalität unseres Regieteams. Mit zunehmend weniger Zeit bis zum Auftritt stieg unsere Nervosität kaum an, was sich am kurz vorher stattfindenden Probenwochenende rächen sollte: Zwei Tage, von 10 bis um 16 Uhr, in denen nicht alles richtig funktionierte, da der Text von uns einfach nicht genügend einstudiert wurde. Die Generalprobe am Mittwoch vor den beiden Aufführungsabenden lief dann zwar schon ein wenig besser, allerdings blieben gerade die Schlüsselszenen ein Problemfall. Am Donnerstag, zur ersten Aufführung, zeigte sich, dass der Text nicht an allen Stellen saß – was glücklicherweise keinem im Publikum wirklich auffiel. Gleichzeitig war die Freitagabendvorstellung ein voller Erfolg bei dem ausnahmslos alles funktionierte.

Natürlich wurde zum Abschluss des Jahres noch ein wenig gemeinsam gefeiert. Das Schönste am Theaterjahr war allerdings immer noch unsere Truppe: Ein wenig chaotisch, ein wenig verrückt, aber auf jeden Fall eine harmonische Familie. Und auch wenn nächstes Jahr alles anders ist - ein anderes Stück, eine andere Besetzung - wird sich wohl jeder von uns noch lange an das vergangene Jahr erinnern.


Florian Quiram, 10b

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