Fachvorsitzende: Daniela Kattler

Was kann ich tun, wenn in unserer Gemeinde eine Müllverbrennungsanlage gebaut werden soll? Wozu braucht man eigentlich einen Bundespräsidenten? Sterben die Deutschen irgendwann aus? Soll sich die Politik in die Rettung angeschlagener Unternehmen einmischen? Was hat die Bundeswehr in Afghanistan zu suchen? Soll es ein Grundrecht auf Wasser geben? ….

Die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen und umso gewagter scheint das Vorhaben, in den viereinhalb Jahren Gemeinschaftskundeunterricht unsere Schülerinnen und Schüler zu befähigen, wenigstens einen Teil dieser Fragen zu beantworten.

Bereits Professor Dr. Hartmut von Hentig weist unserem Fach im Vorwort des Bildungsplanes eine herausragende Rolle zu: „Bildung ist drittens das, was der Gemeinschaft erlaubt, gesittet und friedlich, in Freiheit und mit einem Anspruch auf Glück zu bestehen: Sie richtet den Blick des Einzelnen auf das Gemeinwohl, auf die Existenz, Kenntnis und Einhaltung von Rechten und Pflichten, auf die Verteidigung der Freiheit und die Achtung für Ordnung und Anstand. Sie ist für die richtige Balance in der Gesellschaft zuständig. Sie hält zur Prüfung der Ziele, der Mittel und ihrer beider Verhältnisses an. Sie befähigt zur Entscheidung angesichts von Macht und begrenzten Ressourcen in begrenzter Zeit. Das ist die politische Bildung.“

Um diesem Auftrag gerecht zu werden, organisiert die Fachschaft Gemeinschaftskunde über den regulären Unterricht hinaus zahlreiche außerunterrichtliche Projekte und Möglichkeiten, mit dem, was Politik ist und wie sie wirkt, in Verbindung zu treten: Besuche von Amtsgerichten und des Landtages von Baden-Württemberg, Führungen in der Stuttgarter Börse, EU- und UN-Planspiel, Politikwettbewerb des Landtags, Workshop mit einem Jugendoffizier der Bundeswehr und die einwöchige Studienfahrt der Kursstufe J2 nach Berlin.

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