ROM und POMPEJI

Seit dem Jahr 2002 führen wir am Gymnasium Rutesheim die mittlerweile schon traditionelle Studienfahrt nach Rom und Pompeji durch. Sie ist für unsere Lateinschüler als Abschluss und Höhepunkt ihrer schulischen "Lateinlaufbahn" gedacht. In acht Tagen besichtigen wir historische Stätten, denen wir in vielen Fällen im Unterricht bereits begegnet sind. Zu diesen gehören z. B.:
  • das Forum Romanum, das politische Zentrum der res publica
  • Kolosseum, Circus Maximus, Caracalla-Thermen
  • die Ara Pacis, der Friedensaltar des Augustus
  • das weltberühmte Pantheon, eines der wenigen vollständig erhaltenen Bauwerke aus der Antike
  • Pompeji und der Vesuv, von dessen so verhängnisvollen Ausbruch Plinius uns in seinen Briefen so präzise und eindrücklich berichtet
  • die Villa Hadriana, der stadtähnliche Landsitz des Kaisers Hadrian, und die Villa d'Este, deren Renaissance-Variante in Tivoli
Doch auf unserer Reise beschränken wir uns nicht nur auf die klassische Antike, sondern wollen auch ihre Nachwirkungen im christlichen Rom berücksichtigen, so stehen beispielsweise ebenfalls auf dem Programm:
  • der Petersdom und andere Patriarchalbasiliken
  • die Katakomben aus der Spätantike
  • das Kloster San Benedetto, das als erste Gründung des Heiligen Benedikt in Subiaco das europäische Mittelalter einläutet
Für die nötigen Hintergrundinformationen sorgen die Schüler selbst, die mit eigenen Referaten oder szenischen Darbietungen unsere Experten vor Ort sind.
 

Bericht zur Studienfahrt Latein nach Rom & Pompeji (17. – 24.10.2014)

Fast alle Lateiner der Klassenstufe 10 machten sich dieses Jahr auf, die Wurzeln unserer Kultur kennen zu lernen. Zusammen mit Frau Bechtloff, Herrn Donati und Herrn Niemann besuchten wir Roma aeterna – das ewige Rom. Früh morgens ging die mehr als zehnstündige Fahrt los, gegen Mittag übernahm dann Rainer Friedrich das Steuer, der die Aufgabe hatte, uns heil durch Rom und wieder hinaus zu bringen. Wie Frau Bechtloff es bereits versprochen hatte:  „Der Rainer schafft das.“ Und ob im gewöhnungsbedürftigen Verkehr Roms oder auf der engen Straße auf dem Vesuv, voller Erfahrung brachte er uns ohne Probleme von A nach B.

Die nächsten Tage waren wir sowohl der Antike als auch der Renaissance auf der Spur, besuchten weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie den Petersdom, das Kolosseum oder das Kapitol, genossen die Wärme Roms und ließen uns auf die vielen Eindrücke dieser einzigartigen Stadt ein. Jeder Schüler hielt sein Einzelreferat und einen Dialog mit einem Klassenkameraden, das sorgte für Abwechslung, aber auch für den einen oder anderen Lacher. Kleine Geschichts- und Grammatikstunden ließen sich immer wieder einbauen, z.B. auf dem Forum Romanum oder beim Übersetzen der Inschriften von St. Paul vor den Mauern.

Freizeit war natürlich auch gegeben, um sich beim Mittagessen in Trastevere oder am freien Abend an der Spanischen Treppe auch das Ambiente des modernen Rom anzusehen, authentisch Pizza und Pasta zu essen oder sich in der mediterranen Hitze ein echtes italienisches Eis zu gönnen. Auch wenn die Stimmung nach einem anstrengenden Tag in der Hitze manchmal zu sinken drohte, waren wir nach dem Abendessen im Hotel meistens wieder glücklich, wenn auch müde.

Nach drei Tagen Rom kamen Pompeji und der Vesuv. Schade, dass dort die Aussicht aufgrund des Nebels eingeschränkt war, aber der Blick auf den Golf von Neapel machte es wieder gut. Obwohl der Aufstieg auf den Vulkan seinen Tribut abverlangte, war er es doch wert.

Am nächsten Tag ging es in das Benediktinerkloster in Subiaco, welches in den Berg hinein gebaut mit der Grotte verbunden ist, in der der heilige Benedikt von Nursia Jahre lang in Einsamkeit gebetet haben soll. Darauf ging es nach Tivoli, wir sahen die riesigen Brunnenanlagen der Villa d’Este und erkundeten die von ägyptischer, römischer und griechischer Kultur beeinflusste Villa Hadriana. Dies war die letzte Nacht im Hotel San Marco in Fiuggi, am nächsten Tag checkten wir aus, da wir die letzte Nacht dieser Reise in Chianciano Terme verbringen sollten, wo wir schon für die erste Nacht eingecheckt hatten.

Es folgte eine kleine Enttäuschung, denn das EUR-Museum war geschlossen, eine kleine Panne, denn man hatte vergessen, die aktuell stattfindenden Sanierungsarbeiten zu beachten. Stattdessen drehten wir also eine kleine Runde durch den Stadtteil Roms, in dem viele unter Mussolini veranlasste Nachbauten bekannter römischer Gebäude standen, so wie der Petersdom, das Pantheon oder das Kolosseum. Wir fuhren weiter zur etruskischen Stadt Orvieto (lat. urbs vetus – alte Stadt) mit ihrem Dom, dessen Fresken in der Kapelle eines Seitenschiffes teilweise Inspiration und Vorbild für die der Sixtinischen Kapelle waren.

Damit endete unsere Reise, wir fuhren von der Wärme Roms durch den Schnee in den Alpen in die geliebte Heimat, wir verabschiedeten uns von Rainer, und der einzige Aufreger auf einer eigentlich friedlichen Fahrt war, als wir Schüler ein letztes Mal im Halbschlaf vom dröhnenden „Roma“-Lied von Dschinghis Khan erschreckt wurden.

Abschließend lässt sich nur Positives über die Romfahrt sagen. Ich denke, jeder hat wertvolle Eindrücke gesammelt und denkt nun gerne an die Stadt am Tiber zurück. Außerdem können wir nun behaupten, dort gewesen zu sein, wo schon die berühmtesten Menschen der Geschichte standen. Aber vor allem hat die Gemeinschaft funktioniert, der Umgang zwischen Schülern und Lehrern hat gut geklappt und alle haben ihre persönlichen schönen Erinnerungen mitgenommen.

Laurin Ernst, Klasse 10d

2014 10 Sprachfahrt Rom Be 11 Ni2

 

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