Übergangs- und Aufnahmeverfahren

Liebe Eltern, liebe Viertklässler,

zum Schuljahr 2018/19 tritt die von der Landesregierung verabschiedete Schulgesetzänderung zur Grundschulempfehlung in Kraft. Diese Änderung sieht vor, dass die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten die Grundschulempfehlung bei der Anmeldung in der weiterführenden Schule künftig vorlegen müssen. Ziele der Neuregelung sind mehr Transparenz für die aufnehmende Schule, einen besseren Übergang für die Schülerinnen und Schüler sowie zusätzliche Beratungsmöglichkeiten für die Eltern zu schaffen.

Die Entscheidungsfreiheit der Eltern wird dabei nicht infrage gestellt. Sie als Eltern entscheiden demnach weiterhin zusammen mit ihren Kindern frei, welche Schulart die beste für Ihr Kind ist.

Die wichtigsten Fragen:

Wie finde ich die richtige Schulart für mein Kind?
Oberstes Prinzip bei der Auswahl der neuen Schulart soll wie seither auch das Wohlergehen Ihres Kindes im Hinblick auf seine Begabungen, Neigungen und Wünsche sein. Wenn Sie das im offenen Gespräch mit den Grundschulkollegen und gerne auch mit uns am Gymnasium Rutesheim tun, sind wir sicher, dass Sie die richtige Schulart für Ihr Kind auswählen. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich mit Schnuppertagen, Infoveranstaltungen und Gesprächen.

Kann ich mein Kind an mehreren Schulen gleichzeitig anmelden?
Nein, weil die Schule, an der Sie Ihr Kind anmelden, den Original-Anmeldebeleg an die Grundschule zurückschicken muss.

Was passiert, wenn an einer aufnehmenden Schule mehr Kinder angemeldet werden als Plätze zur Verfügung stehen?
Zunächst einmal nichts. Sie melden Ihr Kind an Ihrer Wunschschule an. Eventuell nötige Ausgleichsmaßnahmen werden von der Schulaufsichtsbehörde, also dem Regierungspräsidium Stuttgart vorgenommen. Wir vom Gymnasium Rutesheim sichern Ihnen zu, dass wir versuchen, allen Kindern aus unserem Einzugsgebiet einen Platz anbieten zu können. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren lassen uns diesbezüglich zuversichtlich sein.

Welche Informationsmöglichkeiten gibt es?
In Rutesheim und in den Orten unseres Einzugsgebietes (Wimsheim, Friolzheim, Mönsheim, Weissach, Rutesheim und Heimsheim) gibt es jedes Jahr (November/ Dezember) Grundschulinformationsabende, zu denen die Grundschulen einladen und bei denen wir vom Gymnasium Rutesheim auch für Ihre Fragen da sind. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich jederzeit auch gerne persönlich an uns zu wenden. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin über unser Sekretariat.

Wie finde ich die richtige Schule für mein Kind? Schauen Sie sich in aller Ruhe eine Schule an und lassen Räume, Atmosphäre und Informationen auf sich wirken. Informieren Sie sich vorab auf der Homepage, sprechen Sie ruhig auch mit Eltern und Schülern dieser Schule und informieren sich über das unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebot z.B. im musikalischen, sportlichen oder im Theater-Bereich oder auch das Ganztagsangebot.

Während der Unterrichtszeiten gibt es zudem die Möglichkeit, einmal einen Schnupperunterricht zu besuchen. Außerhalb der Unterrichtszeiten führen wir Sie gerne auch durch unsere Schule und gehen individuell auf Ihre Fragen ein.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern eine gute Wahl. Falls Sie Fragen haben, kommen Sie auf uns zu, wir sind für Sie und Ihre Kinder gerne da.

19.09.2017 | Jürgen Schwarz

ALLGEMEINES ZUR ANMELDUNG

Die Anmeldetermine an unserem Gymnasium sind am Mittwoch, 21.03.2018 und am Donnerstag, 22.03.2018. Ab Ende Mai werden wir die Aufnahmebescheide an die neuen Fünftklässler versenden.

Bei Fragen können Sie sich gern an uns telefonisch unter der Telefonnummer 07152 5002 2500 oder per E-Mail unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.


INFONACHMITTAG FÜR DIE NEUEN 5. KLÄSSLER

Wenn Sie sich über unsere Schule informieren möchten oder Sie eine Entscheidungshilfe für den Übergang auf das Gymnasium Rutesheim benötigen, laden wir Sie herzlich ein, unseren nächsten Infonachmittag am Freitag, 09.März 2018 zu besuchen. Gerne können Sie auch einen persönlichen Termin über unser Sekretariat unter der Mailanschrift. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vereinbaren.

Das Programm des Infotages werden wir im Newsticker unserer Homepage veröffentlichen.

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Bilder vom Info-Nachmittag
 

FÜNF GUTE GRÜNDE, DIE ÜBERZEUGEN

In den ersten Wochen stehen das Ankommen und die Orientierung an der neuen Schule im Vordergrund. Gemeinsame Unternehmungen und Aktivitäten sind in Klasse 5 besonders wichtig, um ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass das Hineinwachsen in die neuen Gegebenheiten und in die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Rutesheim möglichst sanft gelingt.

1. Sanftes Ankommen

Nach einer Begrüßung im offiziellen Rahmen der Aufnahmefeier durch die Tandemklassenlehrer, findet mit einem Ballonstart eine erste gemeinsame Aktion statt. Ein Klassenfoto dokumentiert das Ereignis als schöne Erinnerung an diesen besonderen Tag.

Damit sich unsere Fünfer im neuen Gebäude schnell zurechtfinden, veranstalten die Tandemklassenlehrer an den ersten Schultagen eine Schulhausrallye. Als weitere Ansprechpartner stehen den neuen Fünfern die Schülermentoren zur Verfügung. Diese lernen sie auch in den Anfangstagen kennen.
Um mit den Abläufen in der Mensa vertraut zu werden, begleiten Klassenlehrer sowie Mentoren ihre Schützlinge zu einem Probeessen.

Viele Schülerinnen und Schüler sind mit der Situation konfrontiert, dass der Schulweg länger und nur mit dem Bus zu erreichen ist. Was beim Busfahren zu beachten ist, lernen sie beim Bustraining. Tägliche Busaufsichten helfen, dass an unserer Busspur alles geordnet abläuft und die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist.

Die Fünftklässler müssen lernen, ihren neuen Platz in der Klasse zu finden, neue Freundschaften zu entwickeln und mit vielen neuen Gesichtern umzugehen. So verbringen sie bei der Leitbildaktion „Waldtag“ einen vielseitigen, erlebnispädagogischen Tag im Wald. Durch Teamspiele erleben sie die Bedeutung von Gemeinschaft, Zusammenhalt und gegenseitiger Achtsamkeit. Weitere gemeinschaftsstiftende Aktionsangebote im sportlichen Bereich verstärken die damit intendierte „sanfte Landung“ an der neuen Schule.

Die gesamte Klassenstufe 5 übt im Rahmen des regulären Stundenplans über viele Wochen hinweg ein Singspiel ein, das dann im Frühjahr zur Aufführung kommt. Hinter diesem pädagogischen Konzept steht das gegenseitige Wahrnehmen und Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler in einem musisch-künstlerischen Kontext.

Ein bei den Fünfern besonders beliebter Wettbewerb ist das Nikolausturnier. In der Disziplin Wandtor-Völkerball treten die fünften Klassen gegeneinander an. Das Sportturnier soll Spaß machen, die Klassengemeinschaft fördern und Rivalitäten abbauen.

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2. Unterricht und Lernbegleitung

Die neuen Schülerinnen und Schüler wachsen zu Beginn der Klasse 5 schrittweise in den Unterricht am Gymnasium hinein. Auf der Grundlage von Lernstandserhebungen knüpfen die Lehrkräfte in den Kernfächern an den Grundschulunterricht an, indem sie die Vermittlung von Neuem mit differenzierten Wiederholungen verknüpfen. So werden eventuell vorhandene Unterschiede zwischen den Herkunftsschulen rasch verringert.

Ein Schwerpunkt in allen Fächern sowie der wöchentlichen Klassenstunde liegt im methodischen Lernen mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler an eine selbständigere Arbeitsweise heranzuführen, beispielsweise bei der häuslichen Vor- und Nachbereitung des Unterrichts oder der Selbstorganisation.

Beim Methodentraining in Klasse 5 geht es vor allem darum, sich in der neuen Klassengemeinschaft einzufinden und Strategien zur guten Klassenarbeitsvorbereitung mit den dazu erforderlichen Lerntechniken einzuüben. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie das Hausaufgabenheft zur Organisation ihrer Hausaufgaben einsetzen können. Wann und wie man am besten die Hausaufgaben macht, wie die innere Uhr tickt und wie ein idealer Arbeitsplatz aussieht. Auch die Frage, was man tun kann, wenn man die Hausaufgabe nicht lösen kann, wird an den Methodentagen behandelt. Außerdem ist viel Zeit, in Übungen und beim Spielen die Klassengemeinschaft weiter zu fördern.

Weil die individuelle Förderung Ihrer Kinder bei uns einen wichtigen Stellenwert einnimmt, haben wir ab dem zweiten Halbjahr Lernbänder (Flexible Grouping) eingeführt. Das sind Gruppen, die die Schüler nach Lern-und Leistungsstand belegen. Jeder Schüler besucht eine Gruppe. Die Klassenstruktur wird dazu aufgelöst und neue differenzierte Gruppen zusammengesetzt. Neben Fördergruppen in Kernfächern, beinhaltet das Angebot auch Forschergruppen für leistungsstärkere Schüler, z.B. in Naturwissenschaften. Die Fachlehrer haben genügend Zeit für individuelle Beratung.

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3. Förderprogramm

Eine sichere Rechtschreibung, sowie die Fähigkeit gute Aufsätze zu schreiben, sind nicht nur im Deutschunterricht wichtig. Deshalb bieten wir für Schülerinnen und Schüler der Unterstufe Lese-Rechtschreib-Förderkurse an. Dabei werden auch Motivation, Konzentration und Lernstrategie geübt.

Zudem besteht die Möglichkeit am Learncoaching teilzunehmen. Themen dabei sind Lernmethoden, Organisation und Zeitmanagement, Stärkung der Konzentrationsfähigkeit und Umgang mit Prüfungsproblemen

Angebote für die Förderung lernschwächerer Schülerinnen und Schüler bieten Unterstützung bei der Erledigung von Schulaufgaben oder bei Schwächen in einem Kernfach. Die jeweiligen Fachlehrer machen Schüler auf ein für sie wichtiges Förderangebot aufmerksam. Mit unserem Nachhilfepool bekommen unsere Schülerinnen und Schüler unkompliziert und schnell individuelle Unterstützung "vor Ort“ von Schülern für Schüler!

Am Fördernachmittag werden Unterstufenschüler von Schülermentoren der Mittel- und Oberstufe betreut. In den Räumen finden sich Lerngruppen von meist drei Schülern einer Klassenstufe ein. Zusätzlich zum sozialen Miteinander profitieren die Schüler auch davon, in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten und stets genügend Zeit zu haben, den Lernstoff zu durchdenken.

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4. Ganztagesangebote und Arbeitsgemeinschaften

Damit Schule nicht nur Lern- sondern auch Lebensort ist, bietet das Gymnasium Rutesheim an vier Tagen in der Woche Arbeitsgemeinschaften im sportlichen, musischen, technischen und kulturellen Bereich an. Wir pflegen dabei Kooperationen mit externen Partnern, wie z.B. dem Stadtjugendreferat, dem SKV Rutesheim und dem evangelischen Jugendwerk. Dieses breite Angebot ermöglicht ein individuelles Wochenprogramm, das auf die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse der einzelnen Schüler eingeht.

Bei der Hausaufgabenbetreuung haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Stillarbeit Ihre Hausaufgaben bereits in der Schule zu erledigen. Eine Lehrkraft ist anwesend, um eine ruhige Arbeitsatmosphäre zu gewährleisten und Fragen zu beantworten. Zusätzlich wird diese durch Schülermentoren der Jahrgangsstufe J1 und J2 unterstützt.

Für die Bewegte Pause können die Schülerinnen und Schüler während der Mittagspause Spielgeräte ausleihen, die zu mehr Bewegung auf dem Pausenhof animieren. Über die Wintermonate stehen in der Schule zahlreiche Brett-, Karten- und Würfelspiele zur Auswahl. Das Angebot kann spontan ohne Anmeldung genutzt werden und wird von Frau Herr, unserer Schulsozialarbeiterin, geleitet.

In der Mensa des Schulzentrums wird von Montag bis Donnerstag ein gesundes Mittagessen angeboten. Das Essen wird von Frau Wagner, der hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin der Mensa und 160 engagierten Müttern und Vätern zubereitet. Täglich werden bis zu 400 Mahlzeiten ausgegeben.

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5. Schulische Gemeinschaft

„Um Schülerinnen und Schüler in ihrem nachhaltigen Lernen zu unterstützen und in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu stärken, fördert die Schule eine anregende und tragfähige Schulgemeinschaft“, so heißt es im Ergebnisbericht der jüngsten Fremdevaluation.

Begleitmaßnahmen zum Hineinwachsen in unsere Schule sind wiederkehrende Feste und Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Aufnahmefeier, der MaiballSchul- und FaschingsdiscosSpendenveranstaltungen sowie das Schulfest am Schuljahresende. Sie bereichern das Schulleben, fördern aber vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder und bieten darüber hinaus eine willkommene Gelegenheit zur Begegnung mit Kindern, Eltern und Lehrern. Bei der Planung und Durchführung der Feste engagieren sich die Schülerinnen und Schüler der SMV ebenso selbstverständlich wie auch der Elternbeirat. Die Kultur einer Gemeinschaft wird durch diese Gremien maßgeblich getragen. Einen wichtigen Beitrag leistet in diesem Zusammenhang auch unser Förderverein, indem er eine Vielzahl an kulturellen Angeboten organisiert und finanziell unterstützt.

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G9 am Gymnasium Rutesheim

Das Kultusministerium hat am 24.01.2013 die Entscheidung bekannt gegeben, dass das Gymnasium Rutesheim ab dem Schuljahr 2013/14 als einzige Schule im Landkreis Böblingen zwei Geschwindigkeiten zum Abitur (G8 und G9) anbieten kann

Damit können viele Wünsche von Schülern, Eltern und Lehrern nach geringerer Stoffdichte, verlängerter Lernzeit und mehr Zeit für außerschulische Aktivitäten erfüllt werden. Dass das Angebot stark nachgefragt wird, zeigen die Anmeldezahlen auch wieder für das Schuljahr 2017/18. Insgesamt 171 Eltern haben ihr Kind für G9 angemeldet. Damit sind wir in das Schuljahr mit sechs neuen fünften Klassen gestartet. Auch in Zukunft haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind in Klasse 5 für den regulären G8-Zug oder alternativ für den Schulversuch „G9" anzumelden. Eine Wechselmöglichkeit zwischen dem G8 und G9 besteht nach den jetzigen Vorgaben nicht.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass G8 nach wie vor als regulärer Weg zum Abitur am allgemein bildenden Gymnasium für Kinder bei entsprechenden Voraussetzungen gut zu leisten ist. Dafür tun wir am Gymnasium Rutesheim sehr viel. So haben wir zum Beispiel unsere Stundentafel so optimiert, dass die Verteilung der Stunden in den einzelnen Jahrgangsstufen jetzt gleichmäßiger ist, um vor allem die Klassen 9 und 10 zu entlasten. Auch die Verteilung der Stunden auf die einzelnen Fächer wurde besonders im Bereich der frei zu verteilenden Poolstunden so organisiert, dass Fächer mit besonderem Unterstützungsbedarf (Mathematik, Sprachen, Deutsch) auch besonders berücksichtigt wurden. G8 ist deshalb ein guter Weg für Kinder, die Freude am schnelleren Lernen haben und in acht Jahren am Gymnasium ihr Abitur machen wollen.

G9 bietet sich vor allem für diejenigen an, die sich mehr Zeit zum Lernen wünschen. In G9 haben die Schüler ein Jahr mehr Zeit, sich auf das Abitur vorzubereiten, die Bildungsplaninhalte sind identisch mit denen von G8. Wenn wir Ihnen bei Ihrer Entscheidung behilflich sein können, laden wir Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch ein.

14.09.2017 | Jürgen Schwarz

Rückblick:
Schulversuch G8/G9 am Gymnasium Rutesheim

Verlauf der Antragsstellung "Zwei Geschwindigkeiten zum Abitur"
Am 11. Januar 2012 veröffentlichte die damalige Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Gabriele Warminski-Leitheußer, die Eckpunkte für einen Schulversuch an den baden-württembergischen Gymnasien. Demnach können in den nächsten beiden Schuljahren jeweils 22 Gymnasien "zwei Geschwindigkeiten zum Abitur" anbieten. Inhaltlich ist damit keine Rückkehr zum alten neunjährigen Gymnasium angestrebt. Der Bildungsplan für das achtjährige Gymnasium gilt auch für den um ein Schuljahr verlängerten Modellversuch. Der Schwerpunkt soll vor allem auf verstärkter Individualisierung und Differenzierung liegen.

Der Antrag
Die Schulkonferenz des Gymnasiums Rutesheim beauftragte bereits im November 2011 die Gesamtlehrerkonferenz (GLK), zu überprüfen, ob die Teilnahme am neuen G9-Versuch ein mögliches Modell für das Gymnasium Rutesheim wäre. Anfang Februar beschlossen GLK und Schulkonferenz die Stadt Rutesheim als Schulträger zu bitten, den Antrag auf diesen Schulversuch für das Schuljahr 2012/13 zu stellen. Dieser Antrag wurde vom Kultusministerium u.a. mit der Begründung abgelehnt, dass das Gymnasium Rutesheim als einziges im Landkreis diesen Antrag gestellt habe.

Die Inhalte
Die Gruppe der erweiterten Schulleitung hat in Kooperation mit den Fachvorsitzenden ein pädagogisches Konzept für den gestellten Antrag ausgearbeitet. Leitend war dabei der Wunsch, in den höheren Klassen die Wochenstundenzahlen zu reduzieren und vor allem in Kern- und Problemfächern gezielte Förderung zu ermöglichen.

Schulzeit soll als Bildungszeit auch bewusst erlebte und gestaltete Lebenszeit sein. Zeit für persönliche Hobbys und Engagement im sozialen und ehrenamtlichen Bereich ist für eine positive Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler wichtig. Das kommt auch der schulischen Arbeit und unserem Erziehungs- und Bildungsauftrag entgegen. Mit "zwei Geschwindigkeiten zum Abitur" würde auf einen oft geäußerten Schüler-, Eltern- und Lehrerwunsch Rücksicht genommen.

15.01.2014 | Jürgen Schwarz


Anforderungsprofil Gymnasium

Das Bildungsziel des Gymnasiums ist der Erwerb einer breiten und vertieften Allgemeinbildung ebenso wie der Erwerb von Schlüsselqualifikationen zum Erlangen der allgemeinen Studierfähigkeit. Wenngleich auch am Gymnasium handlungsorientierte Unterrichtsformen eine Rolle spielen, liegt der Schwerpunkt des Lernens im abstrakten Bereich. Daher ist die Wahl des Gymnasiums v.a. dann sinnvoll, wenn eine berufliche Tätigkeit angestrebt wird, die als Qualifikation ein Studium voraussetzt.
Auf dem Weg dorthin sind wir für Sie und Ihre Kindern mit unseren zahlreichen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angeboten und mit unseren individuellen Fördermaßnahmen am Gymnasium Rutesheim gerne da.

Als Eltern können Sie für ihre 10- oder 11-jährigen Kinder nur schwer eine langfristige Prognose abgeben. Daher soll im Folgenden dargestellt werden, welche Anforderungen das Gymnasium an Schüler stellt. Da die Begabungen der Kinder so individuell wie ihre Persönlichkeiten sind, schließt sich ein Anspruch auf Vollständigkeit aus. Bei aller Komplexität der Anforderungen an Gymnasiasten ist uns bewusst, dass 10- und 11-Jährige ihre Stärken und Schwächen haben und Begabungen sich nicht in jedem Fall gleichmäßig entfalten. Aus der Erfahrung heraus sind es folgende Bereiche, die, beginnend in der fünften Klasse, am Gymnasium wichtig sind und nach und nach ausgebaut werden. Zu jedem Bereich finden sich Hinweise und Indikatoren, die die abstrakten Begriffe erläutern.


1. Denkfähigkeit

  • Auffassungsgabe
  • geistige Wendigkeit
  • Abstraktionsfähigkeit
  • Systematisches Denken
  • Gefallen an Strukturen und Systemen
  • Lernstoff leicht und schnell organisieren


2. Merkfähigkeit/ Gedächtnis

  • Verarbeitung großer Stoffmengen
  • Abrufbarkeit von Gelerntem
  • Verfügbarkeit von Gelerntem (unabhängig von eigenen Interessen)
  • Leichtes Aufnehmen des Lernstoffes mit nur wenigen Übungsphasen


3. Sprachfähigkeit

  • Wortschatz
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Erzählfähigkeit
  • Beherrschen der grundlegenden Regeln und Strukturen der deutschen Sprache
  • Lesefähigkeit


4. Lern- und Arbeitsverhalten

  • Selbständigkeit
  • Sorgfalt
  • Schnelligkeit
  • Ausdauer
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Eigenmotivation


5. Soziales Verhalten

  • Kontaktfähigkeit
  • Verhalten gegenüber Mitschülern
  • Verhalten gegenüber Lehrern
  • Kooperationsbereitschaft


6. Allgemeine Haltungen und Einstellungen

  • Neugierde
  • Aufgeschlossenheit
  • Erfolgszuversicht
  • Verantwortungsbewusstsein

 


"Die gute Schule"-
eine Checkliste für Eltern aus der ZEIT

Ein Artikel aus DIE ZEIT vom 17.06.2010

Ein Artikel von Hans Brügelmann - Was macht eine gute Schule aus?

Wenn Sie Fragen zur Schulart Gymnasium oder zum Gymnasium Rutesheim, rufen Sie uns doch einfach an. Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie. Zudem ist es auch möglich, das Ihr Kind einmal für ein oder zwei Tage unsere Schule probeweise vor der Aufnahme besucht, um sich selbst ein Bild von unserem Schulalltag zu machen.


  • Präsentation zum Grundschulübergang wird derzeit aktualisiert und ist in den nächsten Tagen abrufbar
  • Das Vorabanmeldeformular finden Sie demnächst hier
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