G9 am Gymnasium Rutesheim

Das Kultusministerium hat am 24.01.2013 die Entscheidung bekannt gegeben, dass das Gymnasium Rutesheim ab dem Schuljahr 2013/14 als einzige Schule im Landkreis Böblingen zwei Geschwindigkeiten zum Abitur (G8 und G9) anbieten kann

Damit können viele Wünsche von Schülern, Eltern und Lehrern nach geringerer Stoffdichte, verlängerter Lernzeit und mehr Zeit für außerschulische Aktivitäten erfüllt werden. Dass das Angebot stark nachgefragt wird, zeigen die Anmeldezahlen auch wieder für das Schuljahr 2017/18. Insgesamt 171 Eltern haben ihr Kind für G9 angemeldet. Damit sind wir in das Schuljahr mit sechs neuen fünften Klassen gestartet. Auch in Zukunft haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind in Klasse 5 für den regulären G8-Zug oder alternativ für den Schulversuch „G9" anzumelden. Eine Wechselmöglichkeit zwischen dem G8 und G9 besteht nach den jetzigen Vorgaben nicht.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass G8 nach wie vor als regulärer Weg zum Abitur am allgemein bildenden Gymnasium für Kinder bei entsprechenden Voraussetzungen gut zu leisten ist. Dafür tun wir am Gymnasium Rutesheim sehr viel. So haben wir zum Beispiel unsere Stundentafel so optimiert, dass die Verteilung der Stunden in den einzelnen Jahrgangsstufen jetzt gleichmäßiger ist, um vor allem die Klassen 9 und 10 zu entlasten. Auch die Verteilung der Stunden auf die einzelnen Fächer wurde besonders im Bereich der frei zu verteilenden Poolstunden so organisiert, dass Fächer mit besonderem Unterstützungsbedarf (Mathematik, Sprachen, Deutsch) auch besonders berücksichtigt wurden. G8 ist deshalb ein guter Weg für Kinder, die Freude am schnelleren Lernen haben und in acht Jahren am Gymnasium ihr Abitur machen wollen.

G9 bietet sich vor allem für diejenigen an, die sich mehr Zeit zum Lernen wünschen. In G9 haben die Schüler ein Jahr mehr Zeit, sich auf das Abitur vorzubereiten, die Bildungsplaninhalte sind identisch mit denen von G8. Wenn wir Ihnen bei Ihrer Entscheidung behilflich sein können, laden wir Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch ein.

14.09.2017 | Jürgen Schwarz

Rückblick:
Schulversuch G8/G9 am Gymnasium Rutesheim

Verlauf der Antragsstellung "Zwei Geschwindigkeiten zum Abitur"
Am 11. Januar 2012 veröffentlichte die damalige Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Gabriele Warminski-Leitheußer, die Eckpunkte für einen Schulversuch an den baden-württembergischen Gymnasien. Demnach können in den nächsten beiden Schuljahren jeweils 22 Gymnasien "zwei Geschwindigkeiten zum Abitur" anbieten. Inhaltlich ist damit keine Rückkehr zum alten neunjährigen Gymnasium angestrebt. Der Bildungsplan für das achtjährige Gymnasium gilt auch für den um ein Schuljahr verlängerten Modellversuch. Der Schwerpunkt soll vor allem auf verstärkter Individualisierung und Differenzierung liegen.

Der Antrag
Die Schulkonferenz des Gymnasiums Rutesheim beauftragte bereits im November 2011 die Gesamtlehrerkonferenz (GLK), zu überprüfen, ob die Teilnahme am neuen G9-Versuch ein mögliches Modell für das Gymnasium Rutesheim wäre. Anfang Februar beschlossen GLK und Schulkonferenz die Stadt Rutesheim als Schulträger zu bitten, den Antrag auf diesen Schulversuch für das Schuljahr 2012/13 zu stellen. Dieser Antrag wurde vom Kultusministerium u.a. mit der Begründung abgelehnt, dass das Gymnasium Rutesheim als einziges im Landkreis diesen Antrag gestellt habe.

Die Inhalte
Die Gruppe der erweiterten Schulleitung hat in Kooperation mit den Fachvorsitzenden ein pädagogisches Konzept für den gestellten Antrag ausgearbeitet. Leitend war dabei der Wunsch, in den höheren Klassen die Wochenstundenzahlen zu reduzieren und vor allem in Kern- und Problemfächern gezielte Förderung zu ermöglichen.

Schulzeit soll als Bildungszeit auch bewusst erlebte und gestaltete Lebenszeit sein. Zeit für persönliche Hobbys und Engagement im sozialen und ehrenamtlichen Bereich ist für eine positive Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler wichtig. Das kommt auch der schulischen Arbeit und unserem Erziehungs- und Bildungsauftrag entgegen. Mit "zwei Geschwindigkeiten zum Abitur" würde auf einen oft geäußerten Schüler-, Eltern- und Lehrerwunsch Rücksicht genommen.

15.01.2014 | Jürgen Schwarz

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